Schaben

Kakerlaken in der Wohnung — woran Sie erkennen, ob es wirklich eine ist

Nachts in der Küche läuft etwas Braunes über die Fliesen, und der erste Gedanke ist: Kakerlaken. In den Sommermonaten ist es häufig ein anderes Tier, das nach ein paar Tagen von selbst wieder verschwindet. Der Unterschied lässt sich an einem einzigen Merkmal festmachen.

Zuletzt fachlich geprüft: 31. August 2026

Vergleich

Ein Merkmal entscheidet: der Halsschild

Beide Tiere sind braun, flach und laufen schnell. Wer sie nebeneinander gesehen hat, verwechselt sie nicht wieder — und für die Einordnung reicht ein Blick auf das Schild hinter dem Kopf.

KriteriumMerkmalBernstein-WaldschabeDeutsche Schabe
Halsschildgleichmäßig bernsteinfarben, Ränder durchscheinend hellerzwei schwarze Längsstreifen
Farbestroh- bis horngelbbraun bis dunkel-lehmfarben
Länge9 bis 15 mm13 bis 16 mm
Aktivtagsüber und in der Dämmerungnachts, tagsüber im Versteck
Fliegenja, beide Geschlechterselten bis gar nicht, eher Läufer
In der Wohnungüberlebt höchstens wenige Tage, vermehrt sich nichtganzjährig, vermehrt sich in Ritzen und Spalten
Frisstzersetzendes Pflanzenmaterial, keine Lebensmittelalles Organische, verunreinigt Vorräte

Merkmale und Maße nach der Fachinformation „Schaben" des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, Juli 2019. Bleibt der Fund unklar, bestimmt ihn ein Schädlingsbekämpfer vor Ort.

Warum im Sommer die meisten Funde harmlos sind

Wer im August oder September ein braunes Insekt in der Wohnung findet, hat gute Chancen, dass es eine Bernstein-Waldschabe war. Die Art stammt aus Südeuropa und hat sich längst im süddeutschen Raum etabliert. Sie sitzt draußen an sonnenwarmen Hausfassaden, in Gärten und unter niedriger Vegetation — und verirrt sich bei warmem Wetter gelegentlich durch ein offenes Fenster.

Drinnen findet sie nichts. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg schreibt, sie überlebe in der Wohnung „höchstens wenige Tage", vermehre sich dort nicht und verunreinige keine Lebensmittel. Als Überträger von Krankheitserregern spielt sie keine Rolle. Die Behörde ist bei der Konsequenz ebenso deutlich: „Eine Bekämpfung der Waldschaben ist nicht nötig, sie verschwindet von selbst im Herbst." Wenn es lästig wird, helfen Fliegengitter.

Das Verhalten verrät sie fast so zuverlässig wie der Halsschild. Waldschaben sind nicht lichtscheu, sondern tag- und dämmerungsaktiv, und sie fliegen. Eine Schabe, die mittags über den Küchentisch fliegt, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit keine Kakerlake.

Umgekehrt gilt aber auch: Bei der Deutschen Schabe hat ein Tier bei Tageslicht eine unangenehme Bedeutung. „Tagsüber umherlaufende Schaben deuten auf hohe Befallsdichten hin", heißt es in derselben Fachinformation. Sie ist nachtaktiv und bleibt im Versteck, solange dort Platz ist. Wer sie am Tag sieht, sieht nicht die erste, sondern eine von vielen.

Der schnellste Test ohne Fachwissen

Foto machen, heranzoomen, auf das Schild hinter dem Kopf sehen. Zwei dunkle Längsstreifen darauf: Deutsche Schabe. Keine Streifen, gleichmäßig honigfarben mit hellen Rändern: Waldschabe. Das Tier muss dafür nicht gefangen werden, ein scharfes Handyfoto reicht.

Welche vier Arten überhaupt in Frage kommen

Umgangssprachlich heißt jede davon Kakerlake. Fachlich sind es vier Arten, die in Deutschland in Innenräumen vorkommen — und sie leben unterschiedlich genug, dass die Bestimmung den Ort der Suche verändert.

Die Deutsche Schabe ist in Wohnungen mit Abstand die häufigste. Sie mag es dunkel, feucht und warm und sitzt bevorzugt hinter oder unter Spüle und Waschmaschine. Weil sie klein ist und ihre Verstecke selten verlässt, bleibt sie oft lange unbemerkt.

Die Orientalische Schabe, auch Küchenschabe, ist mit 22 bis 30 Millimetern deutlich größer, fast schwarz und flugunfähig. Sie klettert schlecht, ihre Verstecke liegen deshalb meist im Bodenbereich; bei starkem Befall macht sie sich durch den Geruch ihrer Drüsensekrete bemerkbar. Die Amerikanische Schabe wird bis 44 Millimeter groß und braucht so viel Wärme und Feuchtigkeit, dass sie in Wohnungen kaum vorkommt — eher in Großküchen und Gewächshäusern. Die Braunbandschabe ist mit 10 bis 15 Millimetern die kleinste und verträgt Trockenheit besser; sie sitzt deshalb auch höher, hinter Bildern oder in Elektrogeräten.

Für die Bekämpfung ist das keine Nebensache: Wer im Bodenbereich sucht, findet eine Braunbandschabe nicht. Das Umweltbundesamt nennt die korrekte Artbestimmung deshalb entscheidend für die Behandlung. Beim Eingrenzen hilft auch unsere Übersicht zum Befall bestimmen.

Schmaler dunkler Spalt zwischen Küchenschrank und Wand neben Sockelleiste und Rohren
Nicht der Raum ist das Problem, sondern der Millimeterspalt. Schaben sitzen dort, wo warm, feucht und eng zusammenkommen — hinter Spüle, Herd und Waschmaschine.

Muss ein Befall gemeldet werden?

Im Netz steht dazu viel Falsches, und zwar besonders hartnäckig für Berlin. Eine allgemeine Pflicht, Schaben in der eigenen Wohnung dem Gesundheitsamt zu melden, gibt es nicht — auch dort nicht.

Berlin hat die Regeln im Frühjahr 2026 sogar neu gefasst. Die Schädlingsbekämpfungsverordnung vom 22. April 2026 hat die alte Fassung von 2011 abgelöst. Sie führt synanthrope Schaben ausdrücklich als Gesundheitsschädlinge auf, schränkt in § 9 aber ein: Diese Schädlinge „sind nur zu bekämpfen, wenn diese in besonders gefährdeten Einrichtungen nach § 2 Absatz 1 auftreten". Was darunter fällt, zählt die Verordnung auf — Kitas, Schulen, Heime, Ferienlager, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Krankenhäuser und Arztpraxen, Obdachlosenunterkünfte, Justizvollzugsanstalten, Pflegeeinrichtungen und Wohnformen der Eingliederungshilfe. Die normale Mietwohnung steht nicht in dieser Liste.

Wer allerdings für eine solche Einrichtung verantwortlich ist, hat es mit scharfen Pflichten zu tun. Nach § 5 muss die verantwortliche Person den Befall unverzüglich dem Gesundheitsamt des Bezirksamts melden und eine Fachkraft beauftragen. Die Neufassung stellt dabei etwas klar, das vorher strittig war: Die Bekämpfungspflicht entsteht sofort, nicht erst durch eine Anordnung der Behörde. Beginn und Abschluss der Maßnahme sind ebenfalls zu melden, samt Bescheinigung der Fachkraft über eingesetzte Mittel und Ergebnis. Wer das unterlässt, handelt ordnungswidrig; der Bußgeldrahmen des Infektionsschutzgesetzes reicht bis 25.000 Euro.

Andere Bundesländer regeln das abweichend, und in Lebensmittelbetrieben greifen ohnehin zusätzlich die lebensmittelrechtlichen Vorschriften. Wer wissen will, was am eigenen Wohnort gilt, fragt beim Gesundheitsamt nach — die Auskunft kostet nichts.

Was Sprühen anrichtet

Der erste Griff geht meistens zur Dose, und das ist die Handlung, die einen kleinen Befall in einen großen verwandeln kann.

Der Grund steht in der Begründung der Berliner Verordnung, an einer Stelle, an der erklärt wird, warum Laien Schaben nicht selbst bekämpfen sollen: Nötig seien „exakte Kenntnisse bezüglich der Vermeidung von Abwanderung aus befallenen Bereichen durch konsequente Barrierebildung". Übersetzt heißt das: Schaben weichen aus. Wer in eine Ritze sprüht, tötet die Tiere, die er trifft, und treibt den Rest weiter — in die Nachbarritze, hinter die Sockelleiste, durch Leitungsdurchführungen in die Nachbarwohnung. Aus einem Herd werden mehrere, und die sitzen dann an Stellen, die niemand kennt.

Dazu kommt der Rückstand. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass die Wirkstoffe solcher Produkte nicht nur für das Zieltier giftig sind, im Hausstaub verbleiben und sich in der Einrichtung anreichern können. In einer Wohnung, in der jemand am Boden krabbelt, ist das ein eigenes Argument.

Fachleute arbeiten deshalb mit Gelködern statt mit der Sprühdose. Das Gel wird punktgenau in die Verstecke gesetzt, die Tiere nehmen es auf und tragen den Wirkstoff über Kot und gegenseitiges Fressen in den Bau — dorthin, wo man mit keinem Spray hinkommt. Wichtig dabei: Wer vorher gesprüht hat, macht Köder unattraktiv. Die Rückstände schrecken die Tiere von genau der Stelle ab, an der der Köder liegen soll.

Wer zahlt, wenn die Wohnung gemietet ist

Ein Schabenbefall ist ein Mangel der Mietsache. Nach § 536 BGB kann die Miete gemindert werden, solange die Gebrauchstauglichkeit eingeschränkt ist — wie stark, hängt vom Ausmaß ab. Feste Prozentsätze aus Mietminderungstabellen sind Einzelfallentscheidungen, keine Regel.

Entscheidend ist zuerst die Anzeige: Der Mangel muss dem Vermieter gemeldet werden, am besten schriftlich und mit Datum, sonst gerät der Anspruch ins Wanken. Das gilt auch dann, wenn der Befall gerade erst anfängt — je früher gehandelt wird, desto weniger Wohnungen sind später betroffen.

Einen Punkt sollten Mieter dabei kennen. Behördlich ist nicht automatisch der Eigentümer zuständig: Die Berliner Verordnung nennt als verantwortliche Person sowohl Eigentümer als auch Nutzungsberechtigte, also auch Mieterinnen und Mieter. In der Begründung steht dazu unmissverständlich, zivilrechtliche Vereinbarungen zwischen den Pflichtigen seien „für das Handeln der Behörden irrelevant". Ein Amt kann sich also an den Mieter halten, auch wenn im Innenverhältnis der Vermieter zahlt. Wer die Kosten am Ende trägt, klärt der Mietvertrag und im Streitfall das Gericht — nicht das Gesundheitsamt. Wie diese Aufteilung aussieht, steht in unserem Beitrag dazu, wer den Kammerjäger zahlt.

Im Mehrfamilienhaus kommt ein praktischer Punkt dazu: Kakerlaken halten sich nicht an Wohnungsgrenzen, sie wandern über Leitungsschächte. Eine Behandlung nur in einer Wohnung verschiebt den Befall häufig bloß — deshalb lassen Hausverwaltungen in solchen Fällen mehrere Einheiten gleichzeitig behandeln.

Drei Wohnsituationen

Was für Sie gilt, hängt davon ab, wo Sie wohnen

Dieselben Tiere, drei verschiedene Rechtslagen. Die Unterschiede sind größer, als die meisten Ratgeber vermuten lassen.

🏡

Eigene Wohnung oder eigenes Haus

Keine Meldepflicht, keine Frist, keine Behörde. Sie entscheiden selbst, ob und wann Sie eine Fachkraft holen — und tragen die Kosten. Das Gesundheitsamt gibt trotzdem Auskunft, wenn Sie unsicher sind.

🏢

Mietwohnung

Der Befall ist ein Mangel und gehört schriftlich zum Vermieter. Behördlich können Eigentümer und Mieter beide verantwortlich sein — wer am Ende zahlt, entscheidet der Mietvertrag, nicht das Amt.

🏥

Kita, Heim, Praxis, Unterkunft

Hier greift die Verordnung wirklich. In Berlin: unverzüglich melden, unverzüglich eine Fachkraft beauftragen, Beginn und Abschluss anzeigen. Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten mit einem Bußgeldrahmen bis 25.000 Euro.

Warum ein Termin nicht reicht

Die Rechnung geht über Wochen, nicht über einen Nachmittag

Tag 0 — das Eipaket ist geschützt

Das Weibchen der Deutschen Schabe trägt seine Oothek mit 20 bis 40 Eiern bis zum Schlüpfen mit sich herum. Kein Köder und kein Spray erreicht die Eier darin. Was am ersten Tag stirbt, sind die laufenden Tiere — die nächste Generation liegt bereits geschützt daneben.

Nach rund 27 Tagen — die Larven schlüpfen

Bei 24 Grad dauert die Embryonalphase etwa 27 Tage, je nach Wärme kürzer oder länger. Genau deshalb setzen Fachbetriebe einen zweiten Termin an: Er soll das erwischen, was nach der ersten Behandlung nachkommt.

Sieben Larvenstadien bis zur Reife

Die Larven durchlaufen sieben Häutungen. Ihre Häute bleiben in den Verstecken liegen und sind für Fachleute ein Befallszeichen — auch dann, wenn gerade kein lebendes Tier zu sehen ist.

Nach etwa 100 Tagen — geschlechtsreif

Erst dann beginnt der Kreislauf von vorn. Diese kurze Entwicklungszeit nennt das Landesgesundheitsamt neben der geringen Körpergröße als Grund, warum sich die Deutsche Schabe beim Menschen so erfolgreich hält.

Kontrolle statt Bauchgefühl

Ob ein Befall wirklich getilgt ist, zeigen Klebefallen in den Verstecken, nicht die Abwesenheit von Sichtungen. Nach der letzten Behandlung sollte über mehrere Wochen kontrolliert werden, bevor der Fall als erledigt gilt.

Bevor die Fachkraft kommt — und was Sie besser lassen

Die ersten Tage entscheiden mit darüber, wie aufwendig die Behandlung wird. Am meisten hilft, den Tieren Wasser und Nahrung zu entziehen: Ihre Ausbreitung hängt laut Landesgesundheitsamt genau daran.

  • Nicht sprühen und nicht nebeln — es treibt die Tiere in neue Verstecke und macht spätere Köder unwirksam
  • Ein scharfes Foto vom Halsschild machen, solange das Tier noch da ist
  • Lebensmittel und Tierfutter in fest schließende Behälter umfüllen
  • Abends die Spüle trockenwischen, Wassernäpfe wegräumen, tropfende Hähne reparieren
  • Müll täglich hinausbringen, Pfandflaschen nicht offen stehen lassen
  • Sockelleisten, Rohrdurchführungen und Fliesenfugen ansehen und Spalten notieren
  • Klebefallen an Verdachtsstellen legen — sie zeigen, wo wirklich etwas läuft
  • Im Mehrfamilienhaus die Hausverwaltung informieren, nicht nur den eigenen Vermieter
Schädlingsbekämpfer mit Ausrüstungskoffer vor einer Wohnungstür

Was es kostet

Preise für die Schabenbekämpfung im Überblick

Bei Schaben wird fast immer nachbehandelt — der Preis für einen einzelnen Besuch ist deshalb selten die ganze Rechnung. Unsere Kostenseite ordnet die Spannen nach Schädling und zeigt, welche Posten wirklich anfallen.

  • Spannen nach Schädling statt einer Pauschale
  • Erklärt, warum mehrere Termine üblich sind
  • Wer im Mietverhältnis zahlt, steht daneben

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum habe ich Kakerlaken in der Wohnung?

Mit mangelnder Sauberkeit hat es meist nichts zu tun. Die Deutsche Schabe stammt aus den Tropen und überlebt hier nur in beheizten Gebäuden — sie wird eingeschleppt, etwa mit Kartons, Getränkekisten, gebrauchten Geräten oder Reisegepäck. In Mehrfamilienhäusern wandert sie zudem über Leitungsschächte zu. Sauberkeit entscheidet nicht darüber, ob ein Tier hereinkommt, sondern ob es bleibt: Ausbreitung und Bekämpfungserfolg hängen laut Landesgesundheitsamt am Wasser- und Nahrungsangebot.

Was tun, wenn man eine Kakerlake gesehen hat?

Zuerst bestimmen, nicht bekämpfen. Ein Foto vom Halsschild klärt meist, ob es eine harmlose Waldschabe war. Ist es eine Deutsche Schabe, sollte eine Fachkraft ran — und bis dahin gilt: nicht sprühen, Wasser und Nahrung wegräumen, Klebefallen legen. In der Mietwohnung gehört eine schriftliche Meldung an den Vermieter dazu.

Bedeutet ein einzelnes Tier schon einen Befall?

Nicht zwingend. Eine einzelne Waldschabe im Spätsommer ist ein Zufallsgast und verschwindet von selbst. Bei der Deutschen Schabe ist ein Fund dagegen ein Hinweis: Sie ist nachtaktiv und verlässt ihre Verstecke ungern — läuft eine am Tag herum, deutet das dem Landesgesundheitsamt zufolge auf hohe Befallsdichten hin. Sicherheit bringen Klebefallen über ein bis zwei Wochen.

Was hilft sofort gegen Kakerlaken?

Sofort hilft nichts, was dauerhaft wirkt — darin liegt die Falle. Sprays töten die sichtbaren Kakerlaken und treiben den Rest in neue Verstecke, während die Eipakete unberührt bleiben und nach rund vier Wochen schlüpfen. Wirksam ist die Kombination aus Gelködern durch eine Fachkraft und dem konsequenten Entzug von Wasser und Nahrung.

Kommen Schaben ins Bett?

Das Schlafzimmer ist nicht ihr Ziel. Die Deutsche Schabe braucht Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung und hält sich in Küche und Bad auf, bevorzugt hinter Spüle und Waschmaschine. Bei starkem Befall weichen Tiere in angrenzende Räume aus. Wer nachts im Bett gebissen wird, sollte in eine andere Richtung suchen — dafür kommen eher [Bettwanzen](/bettwanzen-bekaempfen) in Frage.

Muss ich einen Schabenbefall dem Gesundheitsamt melden?

In der eigenen Wohnung nicht. Berlin hat seine Schädlingsbekämpfungsverordnung am 22. April 2026 neu gefasst und beschränkt die Bekämpfungspflicht bei Schaben in § 9 ausdrücklich auf besonders gefährdete Einrichtungen — Kitas, Schulen, Heime, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ähnliche. Wer eine solche Einrichtung verantwortet, muss unverzüglich melden und eine Fachkraft beauftragen.

RB

Redaktion Befallfrei

Ratgeberredaktion für Schädlinge im Haushalt

Wir schreiben über Schädlinge im Haushalt und halten uns an das, was Behörden und Fachinstitute veröffentlicht haben. Bei den Schaben ist uns aufgefallen, wie oft eine angebliche Berliner Meldepflicht für Privatwohnungen zitiert wird. Im Verordnungstext steht das Gegenteil, und weil daran hängt, ob jemand ein Bußgeld fürchten muss, haben wir die Stelle wörtlich in den Beitrag genommen.

Quellen mit AbrufdatumKeine ProduktempfehlungenAmtliche Angaben zuerst
Zuletzt fachlich geprüft: 31. August 2026

Quellen

  1. Verordnung zur Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen (SchädlBekV) vom 22.04.2026 — Vorlage an das Abgeordnetenhaus mit Verordnungstext und BegründungSenatsverwaltung Gesundheit Berlin, Abruf 2026-08-31
  2. Schaben — Fachinformation zu Bernstein-Waldschabe, Deutscher Schabe, Orientalischer und Amerikanischer Schabe (Stand Juli 2019)Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, Abruf 2026-08-31
  3. Schaben — Arten, Lebensweise, Gesundheitsrisiken und Bekämpfung (Stand 22.10.2025)Umweltbundesamt, Abruf 2026-08-31
  4. Motten, Schaben, Silberfischchen — Hinweise zu Bioziden im Haushalt und ihren RückständenUmweltbundesamt, Abruf 2026-08-31
  5. Schädlingsbekämpfung — Zuständigkeit der Gesundheitsämter und Rechtsgrundlage nach § 17 Absatz 5 InfektionsschutzgesetzSenatsverwaltung für Gesundheit Berlin, Abruf 2026-08-31